5 tödliche Fehler bei der Foliengestaltung

5 tödiche Fehler bei der FoliengestaltungDie Powerpoint-Präsentation, dein Freund und Helfer. Allerdings nur bei richtiger Handhabung, denn eine schlechte Aufbereitung einer Präsentation und ihrer Folien kann auch schnell das Gegenteil bewirken. Ihre Zuhörer können ihre Gähnlaute nur noch mit Mühe unterdrücken und verdächtiges Hintergrundgeklapper lässt darauf schließen, dass bereits das Abendessen vorbereitet wird und Ihre Präsentation zur Nebensache erklärt wurde? Dann läuft bei Ihrer Präsentation einiges schief! Um dies zu vermeiden, heißen wir Sie willkommen zum kleinen 1×1 der optimalen Gestaltung von Powerpoint Folien.

Die Powerpoint Präsentation hat sich in den vergangenen Jahren zu einem stetigen Weggefährten entwickelt und ist sowohl aus dem Berufs- als auch dem Privatleben kaum mehr wegzudenken. Ob Student, Manager oder eben Moderator eines Webinars, Powerpoint Folien bieten einem jedem eine großartige Hilfe, wenn es darum geht, Inhalte visualisiert vorzutragen. Trotz nun inzwischen jahrelangem und unermüdlichem Einsatz von Powerpoint Präsentationen gibt es immer noch viele Fettnäpfchen, in die bei ihrer Vorbereitung und Gestaltung getreten wird. Ob Bullet Point Orgien, grelle Überblendungseffekte oder Copy-and-Paste-Katastrophen, die Liste der Fehltritte ist lang und um diese zu umschiffen, gilt es einiges zu beachten:

1. 10-20-30 Regel
90-60-90 war gestern! Zumindest wenn es um die Idealmaße einer erfolgreichen Präsentation und Foliengestaltung geht. Guy Kawasaki, bekannter Redner, Autor und Unternehmer aus dem Silicon Valley hat diese Regel aufgestellt und die erzielte Wirkung seiner Idee gibt ihm Recht. Diese besagt, dass eine Folien-Präsentation nicht mehr als 10 Folien umfassen und die Dauer von 20 Minuten nicht überschreiten sollte. Außerdem sollte die Schriftgröße der Slides unbedingt größer als 30 Punkt sein.1

Foliengestaltung Beispiele

Warum diese strikten Angaben? Ganz einfach: Zu viel Auswahl überfordert. Der Mensch kann sich nur eine begrenzte Anzahl an Dingen merken und diese vorallem dann, wenn sie weniger komplex und einfach aufbereitet ist. Auch während Ihres Webinars, welches über die 20 Minuten hinausgehen kann, sollten Sie diese Regel beherzigen, indem Sie nicht die gesamte Zeit über Ihre Folien durchlaufen lassen, sondern die verschiedenen Tools variieren. Bei der Schriftgröße geht es bei der Gestaltung Ihrer Webinarfolien darum, dass diese klar und deutlich von Ihrem Publikum gelesen werden können. Da sich Ihre Zuhörer hinter ihren Bildschirmen befinden, würde eine kleinere Schriftgröße als 30 Punkt definitiv auch ausreichen. Daher ist diese Angabe eher dazu gedacht sicherzustellen, dass sie wirklich nur die zentralen Aussagen auf Ihre Slides packen.

2. Die ersten Minuten sind entscheidend
Während beim Vorstellungsgespräch und in der Liebe oftmals die ersten Sekunden entscheiden, sind es bei der Präsentation glücklicherweise die ersten Minuten. Somit haben Sie also ausreichend Zeit Ihre Zuhörerschaft davon zu überzeugen, während Ihres Vortrags nicht abzuschalten. Doch wie gewinnen Sie Ihr Publikum mit Ihren ersten Folien auf Ihre Seite? Empfehlenswert ist es, mit einer interessanten Graphik, einem emotionalen Bild oder gar einem kleinen Videoausschnitt zu beginnen. Wichtig ist die Qualität Ihres gewählten Einstiegs. Verpixelte Bilder oder eine schlechte Tonqualität können schnell nachlässig und unprofessionell wirken und dazu führen, dass Sie sich bereits mit Ihrer ersten Folie ins Aus katapultieren. Auch bei Modeschauen sind der erste und letzte Walk die gefragtesten. Während das erste Model die Show eröffnet, bleibt das Letzte dem Publikum am stärksten in Erinnerung. Wenn Sie dies bei der Foliengestaltung Ihrer nächsten Präsentation im Hinterkopf behalten, steht Ihrem Erfolg nichts mehr im Wege.

3. Weniger ist mehr
Wenn es um die Gestaltung Ihrer Folien geht, trifft dieser Leitspruch den Nagel auf den Kopf, denn nichts ist schlimmer als vollbepackte und überladene Folien. Wenn Sie nun meinen, den endlos langen und nicht enden wollenden Text einfach durch übersichtliche Bullet Points ersetzen zu können, dann mindert dies eventuell das Problem, beheben tut es dieses jedoch nicht. Bullet Points lassen Ihre Folien gegebenenfalls aufgeräumter erscheinen, vermeiden ein Überladen des Zuhörers mit Informationen allerdings nicht. Viele Menschen fühlen sich sicherer, wenn sie wissen, dass ein Großteil des Vortrags einfach von den Folien abgelesen werden kann, wenn sie z.B. den Faden verlieren. Bevor dies allerdings passieren kann, verlieren Sie Ihre Zuhörer bereits durch Ihre überladenen Folien. Wichtig ist es hier, im Hinterkopf zu bewahren, die Präsentation und Ihre Folien sollen Ihren Vortrag visualisieren und nicht ersetzen! Gestalten Sie Ihre Folien nach dem KISS Prinzip: Keep it straight and simple!

4. Die inneren Werte zählen … nicht immer!
Wenn Ihre Folien nun wirklich nur noch das Nötigste beinhalten, geht es jetzt an den Feinschliff. Damit Ihre Folien auch optisch etwas her machen, sollten Sie sich auf eine, für eine erleichterte Lesbarkeit, serifenlose Schriftart beschränken und nur eine Form der Hervorhebung (fett oder kursiv) wählen. Die inhaltliche Struktur lässt sich optisch durch Elemente wie Spiegelstriche, Farbe und Einrückungen hervorheben. Farben sollten hier durchgängig benutzt werden (z.B. alle Überschriften blau) und wie auch beim Einsatz von Symbolen eher sparsam verwendet werden. Vermeiden Sie vertikale Textzeilen und lassen Sie Ihren Text linksbündig laufen. Falls Sie Ihre Folien mit einem (Firmen)logo versehen möchten, sollten Sie dieses nicht zu dominant und vorzugsweise am unteren Bildrand platzieren. Beschriften Sie Ihre Folien außerdem nicht bis zum Rand, sondern lassen Sie einen Rahmen, vermeiden Sie jedoch den Gebrauch von optischen Eingrenzungen und einem sogenannten Trauerrand.

5. Gut vorbereitet ist halb gewonnen
Sie haben Ihre Präsentationsfolien herausgeputzt und denken, nun kann nichts mehr schief gehen? Weit gefehlt, denn dies war erst der Anfang! Mehr als ärgerlich wäre es, wenn sie den Auftritt Ihrer optimal gestalteten Folien auf den letzten Metern vermasseln. Denken Sie daher daran, Ihre Folien frühzeitig und nicht erst bei Beginn des Webinars hochzuladen, um Ihre Präsentation griffbereit bzw. klickbereit zur Hand zu haben. Um Schwierigkeiten bei der Wiedergabe vorzubeugen, ist es ratsam die Präsentation vor ihrem Live-Einsatz einmal durchlaufen zu lassen. Vergessen Sie außerdem nicht, dass Sie Teil der Show sind und bereiten Sie sich auf Ihr Webinar vor. Sie sollten nicht nur die Reihenfolge, sondern auch den Inhalt Ihrer Folien gut kennen, um den Zuhörern Ihre Inhalte frei, sicher und authentisch vermitteln zu können.

Nun steht Ihrem erfolgreichen Webinar mit gekonntem Powerpoint Einsatz nichts mehr im Weg! Wir wünschen Ihnen viel Spaß, nicht nur bei der Gestaltung Ihrer Präsentationen sondern natürlich vor allem beim Halten Ihrer Webinare!

Ihr edudip-Team

1 http://guykawasaki.com/the_102030_rule/

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