Online- vs. Präsenz-Seminar – Aus Moderatorensicht

Blog aus Moderatorensicht mini Vergangene Woche haben wir Ihnen bereits die Vorteile von Online- und Präsenz-Seminar aus Teilnehmersicht erläutert, nun betrachten wir das Ganze einmal aus Sicht des Moderators eines Seminars. Somit beschäftigen wir uns auch diese Woche wieder mit der Frage Online- oder Präsenz-Seminar und demonstrieren den Prozess beginnend mit dem Seminarangebot bis hin zum Halten des Seminars diesmal aus der Perspektive des Seminaranbieters.

Aus diesem Grund möchten wir Ihnen diese Woche Silvia vorstellen. Silvias Fachgebiet ist die Rhetorik. Seit über 15 Jahren arbeitet Silvia bereits als Kommunikations-Coach für ein großes Unternehmen und möchte sich nun ein zweites Standbein aufbauen und ihr Wissen selbstständig und in Seminarform anbieten. Zunächst hatte Silvia eigentlich nur daran gedacht, die städtische Volkshochschule zu kontaktieren, um sich dort als Rhetoriklehrerin vorzustellen, doch dann stieß sie im Internet auf edudips webbasierte Plattform für Online-Seminare.

Auch wenn Silvia ihr Wissen bisher nur in Form von Präsenz-Seminaren angeboten hatte, reizt sie die Idee mit ihren Seminaren in Zukunft online Menschen auf der ganzen Welt verstreut erreichen zu können. Da Silvia bisher noch keinerlei Erfahrungen mit Webinaren gemacht hatte, beschließt sie, Ihre Webinare zunächst einmal sowohl als Online-Seminare über edudip als auch in Form von Präsenz-Seminaren an der Volkshochschule anzubieten und dann zu entscheiden, ob sie das Anbieten von Webinaren als Alternative zum Präsenz-Seminar in Betracht ziehen sollte.

Nachdem sich Silvia als Rhetoriklehrerin an der Volkshochschule beworben hatte, ließ die Rückmeldung nicht lange auf sich warten. Man wäre sehr erfreut über ihr Interesse und in der Tat suche man noch eine Rhetoriklehrerin. So macht sich Silvia einige Tage später auf den Weg, um sich vorzustellen, ein Probe-Seminar zu halten und die weitere Vorgehensweise zu besprechen. Das Vorstellungsgespräch läuft gut und so wird Silvia verpflichtet zu Beginn des neuen Semesters die Rhetorikkurse für Erwachsene zu übernehmen. Diese sollten von Mitte Oktober bis Anfang März drei mal die Woche abends stattfinden. Die Vergütung ist akzeptabel, dennoch stört Silvia die Tatsache, dass ein Teil des Teilnehmerbeitrags für die Raumnutzung und Kursorganisation einbehalten wird. Trotzdem freut sich Silvia auf Ihren neuen Job und hätte am liebsten sofort losgelegt. Leider muss sie sich noch einige Wochen gedulden bis das VHS-Programm im Herbst beginnt. Immerhin hat Silvia so ausreichend Zeit ihre Seminarinhalte vorzubereiten.

Als es endlich soweit ist, macht sie sich voller Vorfreude auf den Weg. Der Kurs beginnt um 18.00 Uhr und dauert 2 Stunden. Da Silvia etwas außerhalb wohnt und vermutlich in den Berufsverkehr geraten wird, macht sie sich bereits um 17 Uhr auf den Weg, nachdem Sie ihren Laptop, die Handouts für die Teilnehmer und das Flipchart in ihrem Auto verstaut hat. In der Tat braucht Silvia 45 Minuten bis zur Volkshochschule und so beeilt sie sich den Raum zu finden, in dem ihr Rhetorikseminar stattfinden soll. Raum 35 sollte es sein, da war sich Silvia sicher, doch als sie den besagten Raum endlich gefunden hat, war von Ihren Teilnehmern weit und breit keine Spur zu sehen. Silvia eilt zum Sekretariat und erfuhr dort, dass die Räume getauscht worden waren und ihr Kurs nun in Raum 47 stattfinden sollte. Die E-Mail, die sie über die Raumänderung informieren sollte, war vermutlich im Spam-Order gelandet und so war es bereits kurz nach 18 Uhr, als Silvia ihre Teilnehmer im richtigen Raum endlich begrüßen konnte.

Da Silvia nicht nur ihre Tasche und ihren Laptop, sondern auch das Flipchart die ganze Zeit mit sich herum getragen hatte, ist sie nun völlig außer Puste und verärgert, denn so hatte sie sich ihren Start als Rhetoriklehrerin nicht vorgestellt. Dennoch versucht sie nun das Beste daraus zu machen, entschuldigt sich bei ihren Teilnehmern für die Verspätung und schließt Ihren Laptop an den Beamer, um mit dem Kurs und ihrer vorbereiteten Power-Point Präsentation zu beginnen. Doch natürlich, wie sollte es auch anders sein, sind Beamer und Laptop ohne passenden Adapter nicht kompatibel. Gott sei dank hat Silvia ihr Flipchart mitgebracht und kann dieses nun nutzen, um ihren 20 Seminar-Teilnehmern die Kunst der Kommunikation näher zu bringen. Verschiedene Spiele und Partneraufgaben, die Silvia vorbereitet hat, bieten ausreichende Interaktionsmöglichkeiten und sorgen für eine angenehme Lernatmosphäre. Nach einer abschließenden Feedbackrunde ist Silvias erstes VHS-Seminar vorüber und Silvia trotz der nicht in ausreichender Anzahl verfügbaren Handouts zufrieden mit ihrem Debüt als VHS-Lehrerin. Sie verabschiedet sich von ihren Teilnehmern, packt ihre Sachen und macht sich auf den Weg nach Hause.

Es ist bereits halb 10 als sie zu Hause ankommt und ein erstes Resümee zieht. Auch wenn ihr erstes Seminar an der Volkshochschule durchaus erfolgreich verlaufen ist, findet Silvia den mit dem Seminar verbundenen Zeit- und Kostenaufwand verhältnismäßig groß. Die benötigte Anreisezeit, sowie die anfallenden Sprit-und Raumkosten schmälern die Vergütung und auch die für die nächsten Monate festgelegten Termine schränken Silvia doch sehr ein.

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Die Präsenz-Seminare an der Volkshochschule waren bereits beschlossene Sache und so will sich Silvia nun ihrem neuen Projekt “Online-Seminare” widmen. Zunächst registriert sich Silvia auf edudip, gestaltet ihre Akademie und macht sich mit dem Webinarraum und den verschiedenen Funktionen vertraut. Dazu liest sie einen Blogeintrag, in welchem angehenden als auch erfahrenen Online-Trainern die verschiedenen Funktionen ausführlich erläutert werden und stöbert im Hilfecenter. Anschließend stellt Silvia ihr erstes Test-Webinar ein. Dieses setzt sie zunächst auf privat und verschickt den Link nur an ihre Freunde und Bekannte. 30 Minuten bevor ihr erstes Webinar losgeht, führt Silvia einen System-Check durch und lädt ihre Präsentation und 2 Youtube-Videos, die sie während des Webinars abspielen möchte, hoch.

Das Webinar beginnt pünktlich und 8 ihrer Freude sind der Einladung zum Webinar tatsächlich gefolgt. Da sich Silvia vor dem Webinar ausführlich mit dem Webinarraum und den ihr zur Verfügung stehenden Interaktionsmöglichkeiten beschäftigt hat, verläuft ihr erstes Webinar ohne große Schwierigkeiten. Ihre Freunde und Test-Teilnehmer nutzen die ihnen während des Webinars zur Verfügung stehenden Funktionen ebenfalls problemlos, denn Silvia hat ihnen vor Beginn des Webinars einen Link zu einem Blogeintrag geschickt, in welchem die unterschiedlichen Funktionen und Interaktionsmöglichkeiten ausführlich erläutert waren.

Besonders gefallen Silvia neben der Präsentationsfläche, der Möglichkeit zum Einspielen von YouTube-Videos und Nutzung der verschiedenen Zeichentools vor allem die einfache und unkomplizierte Verständigung mit ihren Teilnehmern via Chatfunktion. Auch die Umfrage-Funktion hat sie während ihres ersten Online-Seminars bereits mehrfach eingesetzt und ist begeistert von der einfachen Bedienbarkeit der unzähligen Funktionen. Insgesamt ist Silvia überrascht, wie gut die Kommunikation und Interaktion mit Ihren Teilnehmern trotz der Tatsache, dass es sich um ein Online-Seminar handelt, funktioniert hat. Durch die Handzeichen, die Chatfunktion und die Möglichkeit, Teilnehmer freischalten oder zum Moderator ernennen zu können, hatte Silvia fast den Eindruck, sich tatsächlich mit ihren Teilnehmern in einem Raum zu befinden.

Besonders positiv findet Silvia außerdem die Tatsache, dass Online-Seminare ortsunabhängig gehalten werden können. So ist Silvia sehr flexibel und kann selbst festlegen wann und von wo sie ihre Webinare halten möchte. Zudem spart sie sich die bei ihren Präsenz-Seminaren an der Volkshochschule anfallenden Raum- und Reisekosten sowie jede Menge Zeit und auch das Schleppen von unhandlichem Equipment und Kompatibiltätsprobleme sind passé. Einzig und allein das kleine Anzeigebild ihrer Webcam sieht Silvia als kleinen Nachteil für ein Rhetorikseminar. Sollte sie sich allerdings für die Buchung eines kostenpflichtigen Pakets entscheiden, würden ihr neben weiteren Funktionen unter anderem auch der Fullscreen-Webcam-Modus zur Verfügung stehen und das Problem wäre somit behoben.

Nachdem Silvia einige kostenlose Webinare gehalten hat, entscheidet sie sich, um alle Funktionen ausnahmslos nutzen zu können, für die Buchung eines kostenpflichtigen Trainer-Pakets und beginnt Rhetorik-Webinare in verschiedenen Preisklassen anzubieten. Diese sind gut besucht, sodass sich Silvia relativ schnell über steigende Einnahmen freuen kann. Da sowohl die Rechnungsstellung, das Forderungsmanagement als auch die Vermarktung des Marktplatzes auf welchen Silvia ihre Webinare stellt von edudip übernommen wird, muss sich Silvia um nichts kümmern, sondern kann sich lediglich auf die Inhalte ihrer Webinare konzentrieren.

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Generell macht Silvia sowohl das Halten von Präsenz- als auch von Online-Seminaren großen Spaß. Dennoch wird sie sich vermutlich nach Beendigung des VHS-Auftrags nur noch auf das Halten von Online-Seminaren konzentrieren. Zwar erfordert der Einstieg als Online-Trainer und Moderator von Online-Seminaren eine gewisse (unbezahlte) Einarbeitungszeit, um sich mit der Technik und den verschiedenen Funktionen vertraut zu machen und routiniert auftreten zu können, dennoch überwiegen für Silvia die Vorteile, von denen sie als Online-Trainer profitiert. Ausschlaggebend ist vor allem der große zeit- und kostenintensive Aufwand, den Präsenz-Seminare mit sich bringen und welcher durch Online-Seminare vermieden werden kann.

Wir hoffen, wir konnten Sie mit Silvias Erfahrungen von den Vorteilen von Online-Seminaren überzeugen und dürfen Sie bald als Online-Trainer auf einer unserer Plattformen begrüßen!

4 Gedanken zu “Online- vs. Präsenz-Seminar – Aus Moderatorensicht

  1. Hallo,
    ein bisschen Realität in Ihren Publikationen würde ich mir wünschen. Präsenz- und Online-Veranstaltungen haben beide ihre Vor- und Nachteile.
    So einen Artikel finde ich eher abschreckend.
    mfg

    • Hallo Matthias,

      da haben Sie natürlich Recht. Es geht in diesem Artikel auch nicht darum Präsenz-Seminare zu degradieren, sondern vielmehr darum die Vorteile von Webinaren hervorzuheben. Selbstverständlich kann auch bei einem Präsenz-Seminar alles glatt laufen!

      Viele Grüße,

      Hannah Hintemann vom edudip-Team

  2. Hallo,
    danke für die Gegenüberstellung von Präsenz- und Onlineseminaren. Ich habe eher mit Präsenzseminaren und -vorträgen Erfahrungen gesammelt. Der direkte Kontakt zu den Teilnehmern ist durch Onlineseminare nicht zu erreichen. Die Vorteile jedoch, weitaus mehr Teilnehmer mit weniger Aufwand zu erreichen, liegen klar auf der Hand. Beides ist eine gute Mischung aus meiner Sicht. Ich wünsche dem edudip-Team weiterhin viel Erfolg!
    mit besten Grüßen
    Thomas Schulze

    • Hallo Herr Schulze,

      Sie scheinen einen super Weg mit einer guten Mischung aus Präsenz- und Onlineseminaren gefunden zu haben. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg weiterhin!

      Viele Grüße aus Aachen
      Sandhya Lenk

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