Webinare bewerben mit Facebook-Werbeanzeigen – Teil 1

Das Posten von Webinaren auf Facebook bietet Online-Trainern eine gute, einfache und kostenfreie Möglichkeit sich und ihre Webinare zu vermarkten. Neben der kostenfreien Variante, dem einfachen Post, können Webinare auf Facebook auch gezielt und kostenpflichtig beworben werden. Aus welchem Grund unnötig Geld ausgeben, fragen Sie sich nun vermutlich. Warum es sich lohnt sogenannte Facebook-Anzeigen für die Vermarktung Ihrer Webinare in Betracht zu ziehen, erzählen wir Ihnen in unserem heutigen Blogeintrag.

Post vs. Facebook-Werbeanzeige
Zunächst einmal ist es wichtig, sich über die Unterschiede der Reichweite eines posteten Beitrags und der einer Facebook-Anzeige im Klaren zu sein. Ein bei Facebook gepostetes Webinar wird zunächst Freunden und Bekannten Ihrer Freundesliste bzw. falls Sie bereits über eine eigene Facebook-Fanpage verfügen, Personen, die Ihre Seite mit “Gefällt mir” markiert haben, angezeigt. Wenn Sie Ihre Webinare  bisher nur über Ihre private Facebookseite vermarkten, sollten Sie darüber nachdenken, sich möglichst bald auch eine Facebook-Fanpage zuzulegen. Welche Gründe für eine eigene Facebook-Fanpage sprechen, haben wir in einem vergangenen Blogeintrag bereits erläutert. Der entscheidene Vorteil einer Fanpage gegenüber einer privaten Facebookseite ist in jedem Fall der, dass Sie für Ihre Beiträge eine Zielgruppe festlegen können. Zurück zu unserem geposteten Webinar: Bei Interaktionen mit dem geposteten Beitrag erhöht sich die Reichweite des Posts, denn dieser wird nun auch “Freunden” der Personen angezeigt, die den Beitrag geliked, kommentiert oder geteilt haben. Die so insgesamt erzielte kostenlose Reichweite nennt sich “organische Reichweite”.

Neben dieser organischen Reichweite gibt es die bezahlte Reichweite. Bei dieser wird Facebook, wie der Name schon sagt, dafür bezahlt, Ihren Beitrag bzw. Ihre Facebook-Anzeige weiteren Personen anzuzeigen. Der Vorteil von Facebook-Anzeigen gegenüber dem kostenlosen Post ist der, dass Ihr Beitrag nicht nur Ihren Facebook-Freunden oder bei einer Facebook-Fanpage, der von Ihnen vorher festgelegten Zielgruppe innerhalb Ihrer Abonnentenliste angezeigt wird, sondern darüber hinaus auch Personen erreicht, die z.B. Ihre Unternehmensseite bisher noch nicht kennen, aber zu der von Ihnen festgelegten Zielgruppe gehören.

Verdeutlichen wir das Ganze mal an einem kleinen Beispiel: Sie bieten ein Webinar zum Thema Hundeernährung an. Um Teilnehmer für Ihr Webinar zu gewinnen, haben Sie den Link zu Ihrem Webinar bisher einfach bei Facebook gepostet. Die Personen in Ihrer Freundesliste sind nun informiert. Ihr Beitrag wird optimalerweise einige Male geliked, kommentiert oder geteilt. Nun wissen also nicht nur die Personen Ihrer Freundesliste von Ihrem Webinar, sondern auch die Freunde von Klaus, Steffi und Joachim, denn die haben mit Ihrem Post interagiert. Insgesamt kommen Sie so vielleicht auf eine organische, kostenlose Reichweite von 800 Personen, nämlich die Ihrer Freundesliste und die von Klaus, Steffi und Joachim. Nicht schlecht, vor allem wenn man bedenkt, dass Sie dafür keinen Cent gezahlt haben. Doch wie viele dieser Personen interessieren sich wirklich für das Thema Hundeernährung? Drei auf jeden Fall, denn die haben Ihren Beitrag geliked.Vielleicht auch noch ein paar weitere, doch mehr als zehn werden es vermutlich nicht sein, außer Ihre Freundesliste besteht ausschließlich aus Hundebesitzern. Eine eigene Facebook-Fanpage ist da schon besser geeignet, um genau die Leute zu erreichen, für die Ihr Webinar von Interesse ist, denn hier haben Sie die Möglichkeit “Hunde” als Interesse für die Zielgruppe, die Ihren Beitrag im News-Feed angezeigt bekommen soll, einzustellen. Des weiteren können Sie u.a. das Alter und Geschlecht sowie die Sprache und den Standort Ihrer bevorzugten Zielgruppe einstellen. Auf diese Art und Weise erreichen Sie allerdings auch wieder nur Personen, denen Sie, Ihre Webinare und Ihr Business bereits bekannt ist.

Facebook-Werbeanzeigen für Ihre Neukundengewinnung
Kostenlose Posts auf Facebook, ob mit privater Facebook-Seite oder eigener Fanpage, eignen sich somit zwar optimal, um Personen, die Sie bereits kennen über Ihre Aktivitäten und bevorstehende Webinare zu informieren, nicht aber um neue potenzielle Teilnehmer für Ihre Webinare zu gewinnen. Hier kommen nun die kostenpflichtigen Facebook-Werbeanzeigen ins Spiel. Diese ermöglichen es Ihnen die Reichweite Ihrer Beiträge je nach Budget enorm zu steigern und Menschen zu erreichen, die Sie und Ihre Webinare noch nicht kennen, sich aber für Ihr Themengebiet interessieren. Facebook-Anzeigen sind somit ein optimales Werkzeug zur Neukundengewinnung.

Aller Anfang ist schwer
Wenn Sie nun überlegen, Facebook-Anzeigen für die Vermarktung Ihrer Webinare zu nutzen, gibt es einige Sachen, die Sie beachten sollten, denn ganz so einfach ist die Sache nicht. Wenn Sie erwarten, dass Sie eines Ihrer Webinare kostenpflichtig bewerben und sich kurz darauf vor Webinaranmeldungen kaum mehr retten können, dann werden Sie mit großer Wahrscheinlichkeit enttäuscht. Es kann nämlich durchaus passieren, dass Sie Geld in eine oder mehrere Facebook-Anzeigen investieren und die von Ihnen gewünschten Conversions, beispielsweise neue Webinaranmeldungen, auf sich warten lassen.

Natürlich geht es in erster Linie darum, neue Teilnehmer für Ihr Webinar zu akquirieren, dennoch steigern Sie mit jeder Anzeige Ihre Bekanntheit und Sichtbarkeit. Auch wenn Hundebesitzer Heinz Meyer zurzeit kein Interesse an einem Webinar zum Thema Hundeernährung hat, weiß er dank Ihrer Facebook-Anzeige, welche für die Zielgruppe Hundebesitzer eingestellt wurde und ihm somit angezeigt wurde, dass Sie Experte auf dem Gebiet der Hundeernährung sind. Eventuell hat er Ihre Facebookseite besucht, geliked und ist außerdem noch dem Link gefolgt, der Ihre Facebook-Besucher zu Ihrer Homepage leitet. Womöglich hat Herr Meyer außerdem gesehen, dass Sie neben Webinaren zum Thema Hundeernährungen weitere Hunde-Webinare anbieten.  Somit haben Sie durch die Facebook-Anzeige zum jetzigen Zeitpunkt zwar keinen neuen Teilnehmer für Ihr Webinar zum Thema Hundeernährung gewonnen, aber einen neuen Abonnenten und Interessenten, der Sie und Ihre Webinare im Hinterkopf hat, wenn das Thema Hundeernährung oder eines Ihrer weiteren Webinarthemen für Ihn oder einen seiner Freunde und Bekannten von Interesse ist.

In unserem nächsten Blogeintrag erläutern wir Ihnen Schritt für Schritt wie Sie Ihre erste Facebook-Anzeige erstellen können und was es zu beachten gibt, um Anfängerfehler zu vermeiden und Ihre Anzeige zu einem vollen Erfolg werden zu lassen.

5 thoughts on “Webinare bewerben mit Facebook-Werbeanzeigen – Teil 1

  1. Das hört sich immer alles geschrieben so toll an. Fakt ist aber, dass man in Facebook gar keine echten Interessen von Personen einstellen kann. Die Interessen einer Person leiten sich aus den Gruppen ab, in denen sie angemeldet sind. Nimmt man beispielsweise Menschen, die sich für „Nichtrauchen“ interessieren, um Raucherentwöhnung zu bewerben, so trifft man vermutlich auf Personen, die in Nichtrauchergruppen angemeldet sind. Also eine leere Zielgruppe, um Werbung zu platzieren. Das ist wohl einer der Gründe, warum man kaum belastbares Material dazu findet, dass Facebook-Werbung wirklich unterm Strich einen Nutzen bringt – außer für Facebook natürlich.
    Ich rate bei dem Thema zu äußerster Vorsicht und zu einer sehr, sehr nüchternen Betrachtung.

    • Guten Morgen Herr Flachenäcker,

      vielen Dank für Ihr Feedback. Wie in unserem Blogeintrag angemerkt, sind Facebook-Anzeigen natürlich kein Erfolgsgarant, bieten jedoch eine gute Möglichkeit die Sichtbarkeit von Webinarangeboten zu steigern und neue Kunden zu erreichen. Bezüglich Ihres Raucher-Beispiels: Wenn Sie „Raucherentwöhnung“ bewerben wollen, stellen nicht die Nichtraucher, sondern die Raucher Ihre Zielgruppe dar. Somit sollten Sie als Interesse „Rauchen“ anstatt „Nichtrauchen“ angeben. Auch wenn Sie speziell an Rauchern interessiert sind, die vorhaben mit dem Rauchen aufzuhören, ist das primäre Interesse eines Rauchers das Rauchen. Grundsätzlich haben Sie allerdings Recht, Facebook-Anzeigen eignen sich für einige Themen und Zielgruppen besser als für andere. Mehr dazu erfahren Sie übrigens im zweiten Teil unseres Blogeintrags.

      Viele Grüße aus Aachen
      Hannah Hintemann

  2. Mir persönlich hat FB Werbung leider auch nichts gebracht. FB als solches find ich als Plattform ganz sinnvoll, aber extra Anzeigen zu schalten bringt wenig bis nichts, zumindest bei mir. Genauso ergeht es mir bei Google Ads, da tut sich einfach gar nichts und ich kann machen was ich will, das klappt nicht. In meinem Bereich läuft sehr viel über Mundpropaganda.

  3. Die vorherigen Posts bestätigen meine Erfahrung mit FB Werbung.
    Die Interessen kann man eingrenzen. Gesagt, getan .. da sich bei mir alles um Wein dreht, wähle ich folgende Begriffe: Wein, Weinprobe, aber auch Kochen.
    Nach 3 Tagen habe ich folgendes Ergebnis: ca. 1800 Einblendungen, das ist nett.
    Dann 87 Likes, oha dachte ich, nicht schlecht. Dann habe ich genau nachgeschaut, wer denn die Homepage geliked hat. Es waren ausnahmslos Personen welche nicht die genannten Interessen in ihrem Profil haben. Aber es kommt noch besser …. es waren zum größten Teil Flüchtlinge .. z.Tl. sogar aus dem fernen Ausland…! Das obwohl ich einen Umkreis von 80 km angegeben habe.

    • Lieber Herr Cordes,

      das hört ganz danach an, als ob Sie Opfer sogenannter Klickfarmen geworden sind. Auch uns ist es bei einer unserer ersten Facebook-Anzeigen ähnlich ergangen. Um solche Fake-Likes zu vermeiden, gibt es einige Dinge zu beachten, welche wir Ihnen in unserem Blogeintrag „Webinare bewerben mit Facebook-Werbeanzeigen – Teil 2“ genauer erläutern werden.

      Viele Grüße
      Hannah Hintemann

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